Ehe- und Familienrecht

Das Familienrecht ist neben dem Arbeitsrecht, Baurecht und Erbrecht ein Hauptschwerpunkt unserer anwaltlichen Tätigkeit.

Etwa 38 Millionen Frauen und Männer in Deutschland sind verheiratet, etwa 400.000 Ehen werden jedes Jahr neu geschlossen. Andererseits wächst die Zahl der Ehescheidungen ständig.

Bei einer Krise der Ehe ist, insbesondere wenn Kinder beteiligt sind, für die Ehegatten ein hoher Beratungsbedarf gegeben. Dabei sind in der Regel Lösungen für folgende Fragen zu finden:

Unser Rat

Nehmen Sie so früh wie möglich anwaltliche Hilfe in Anspruch. Lassen Sie sich über das richtige rechtliche Vorgehen so früh als möglich beraten, da gerade in der ersten Trennungsphase wichtige Weichen gestellt werden. Wir bieten Ihnen Beratung und außergerichtliche Vertretung in den genannten Bereichen an.

Soll die Ehescheidung eingeleitet werden, sind neben der Einreichung des Scheidungsantrages folgende Punkte zu regeln:

Spätestens jetzt sollten Sie anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen, um Ihre Situation zu besprechen. Nur so ist sicher gestellt, dass Sie über das richtige rechtliche Vorgehen beraten werden und sinnvolle, tragfähige Lösungen mit realistischen Handlungsperspektiven erreicht werden. Unser Ziel ist es, im Vorfeld des Scheidungsverfahrens und im Scheidungsverfahren selbst, für Sie gute Lösungen durchzusetzen.

Vertretung bei Gericht

Wer eine Ehesache betreiben will, also auch wer geschieden werden will, muss sich durch eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt vertreten lassen. Auch der andere Ehegatte braucht eine anwaltliche Vertretung, wenn er Anträge stellen will.

Soweit es um die Wahrung der Interessen eines minderjährigen Kindes im Verfahren über die Regelung der elterlichen Sorge geht, kann das Gericht einen Verfahrenspfleger für das Kind bestellen, auch “Anwalt des Kindes” genannt. (§ 50 FGG)

Beratungshilfe und Prozesskostenhilfe

Menschen mit niedrigem Einkommen sichert das Beratungshilfegesetz gegen eine geringe Eigenleistung die Rechtsberatung und außergerichtliche Rechtsvertretung. Eine Partei, die nach ihren persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen die Kosten der Prozessführung nicht, nur zum Teil oder nur in Raten aufbringen kann, erhält auf Antrag durch das Familiengericht Prozesskostenhilfe für ein Verfahren bewilligt.

Selbstverständlich übernehmen wir für Mandanten mit niedrigem Einkommen oder hohen Belastungen die Rechtsberatung und Vertretung im Rahmen des Beratungshilfegesetzes und der Prozesskostenhilfe. Einzelheiten erklären wir Ihnen gern persönlich.

Einstweilige Anordnung

Besteht ein Bedürfnis nach einer vorläufigen Regelung der rechtlichen Beziehungen der Ehegatten bis zur Entscheidung über die Ehesache, kann das Familiengericht auf Antrag einer Partei hierzu einstweilige Anordnungen treffen, sobald eine Ehesache eingereicht ist, oder ein Prozesskostenhilfegesuch dafür vorliegt.

In anderen Familiensachen, in denen eilig eine vorläufige Regelung getroffen werden muss, können ebenfalls einstweilige Anordnungen erlassen werden, wenn es um die elterliche Sorge für ein Kind, um den Umgang mit einem Kind, um die Herausgabe eines Kindes, um die Ehewohnung oder den Hausrat oder um Verfahren nach dem Gewaltschutzgesetz geht. Einzelheiten erklären wir gerne persönlich.

Vorsorgliche Beratung

Das gesetzliche Leitbild, dass unserem derzeitigen Eherecht zu Grunde liegt, passt in einer Vielzahl von Fällen nicht mehr. Dieses Leitbild ist geprägt von einer Ehe auf Lebenszeit zwischen Partnern, bei denen der eine erwerbstätig ist, der andere den Haushalt führt und Kinder erzieht und allenfalls eine Teilzeittätigkeit ausübt. Dies entspricht jedoch nicht der sozialen Wirklichkeit.

Demnach finden Eheverträge in der Beratungspraxis von Notaren und Rechtsanwälten zunehmend Aufmerksamkeit. Dabei zeichnet sich ab, dass Eheverträge nicht mehr ausschließlich für Regelungen des ehelichen Güterrechtes, sondern zunehmend auch zur Regelung des Unterhaltes bei getrennt Leben und Ehescheidung sowie zur Regelung des Versorgungsausgleiches geschlossen werden. Im Zuge der Vertragsgestaltung haben sich typische Fallgruppen herausgebildet, wie z.B. die Doppelverdienerehe ohne Kinderwunsch, die Zweitehe im vorgerückten Alter, die sogenannte Diskrepanzehe bei großen Alters- und Verdienstunterschieden etc. In jedem dieser Fälle muss jedoch auch den individuellen Verhältnissen der Ehegatten Rechnung getragen werden. In diesen Feldern bieten wir Ihnen gerne anwaltliche Hilfe an.